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2 Das Rad der Kommunikation
Manchmal kann ich gar nicht fassen, dass ich eine Situation so ganz anders beurteile als meine Frau. Wie kommt es, dass ich so daneben liege mit dem, was ich doch eben gerade erlebt habe und worauf ich reagiere? Was habe ich falsch gemacht? Warum ist der Andere plötzlich gekränkt oder reagiert frustriert. Vielleicht hat das mit dem Rad der Kommunikation zu tun. 

Das geht wie folgt:
Ich erlebe eine Situation, d.h. ich sehe etwas oder höre etwas. Mein nächster Schritt ist, dass ich darüber nachdenke und es interpretiere auf Grund der in mir gespeicherten Muster und Erlebnisse. Hier entscheidet sich alles, hier entstehen jede Menge Probleme. Denn auf Grund der Interpretation fühle ich etwas in mir, in meinem Herzen. Und je nach Gefühl werde ich etwas wünschen und nach meinem Wünschen werde ich dann handeln. Mein Handeln erlebt dann evtl. der Andere und fragt sich unter Umständen, warum ich so merkwürdig bin und schon ist ein Kreislauf entstanden, aus dem man kaum heraus kommt. Wie kann ich da ausbrechen oder - besser noch - wie kann ich vermeiden, überhaupt erst in so einem Kreislauf zu landen?
Woher weiß ich, dass meine Interpretation richtig ist? Wie kann ich wissen, dass ich richtig liege mit dem erlebten? Das kann ich nur, wenn ich den Anderen frage, wie er es gemeint hat. Erst wenn ich den Anderen verstehe, habe ich eine konkrete Grundlage für mein Denken, Wünschen und Handeln. So einfach wäre es: frag nach.
Beispiel: Meine Frau sagt, wir könnten mal wieder zum Italiener essen gehen. Ich interpretiere das als ihren Wunsch, fühle eine warme, leckere Pizza in meinem Bauch, wünsche mir das gleich morgen und bestelle einen Tisch. Klar, dass ich meine Frau überraschen will, also führe ich sie aus am nächsten Abend und als wir im Restaurant ankommen, sagt meine Frau, sie habe Fastentag und würde nichts essen. Ihr könnt euch vorstellen, wie die Stimmung kippen könnte! Aber ich merke, dass ich sie ja hätte fragen sollen, was genau sie mit ihrer Aussage meinte. Dumm gelaufen. Mein Fehler.
 
Spielregeln:
Frag lieber nach, ob du das richtig interpretierst. Habe ich dich richtig verstanden, dass....?
 
Details:
Siehe Grafik

  • Achte auf deine Gedanken, denn sie bestimmen dein Leben. Die Bibel in Sprüche 4,23
  • Wir können unsere (falschen) Gedanken gefangen nehmen, sagt die Bibel in 2. Korinther 10,5
  • Interessant sind auch Jeremia 29,11 und Jeremia 6,19 wie auch Jesaja 65,2 / Sprüche 16,3 / Psalm 139,23 und 1. Chronik 28,9
Wolfgang Spatz

 

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76c3.jpgWolfgang und Ingelore Spatz sind Familienberater/-referent UofN, prepare/enrich, TeamF, EBK-Berater, PePP Workshop-Anleiter in Ausbildung

 

 

 
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