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Manchmal kann ich gar nicht fassen, dass ich eine Situation so ganz anders beurteile als meine Frau. Wie kommt es, dass ich so daneben liege mit dem, was ich doch eben gerade erlebt habe und worauf ich reagiere? Was habe ich falsch gemacht? Warum ist der Andere plötzlich gekränkt oder reagiert frustriert. Vielleicht hat das mit dem Rad der Kommunikation zu tun.
Das geht wie folgt:
Ich erlebe eine Situation, d.h. ich sehe etwas oder höre etwas. Mein
nächster Schritt ist, dass ich darüber nachdenke und es interpretiere
auf Grund der in mir gespeicherten Muster und Erlebnisse. Hier
entscheidet sich alles, hier entstehen jede Menge Probleme. Denn auf
Grund der Interpretation fühle ich etwas in mir, in meinem Herzen. Und
je nach Gefühl werde ich etwas wünschen und nach meinem Wünschen werde
ich dann handeln. Mein Handeln erlebt dann evtl. der Andere und fragt
sich unter Umständen, warum ich so merkwürdig bin und schon ist ein
Kreislauf entstanden, aus dem man kaum heraus kommt. Wie kann ich da
ausbrechen oder - besser noch - wie kann ich vermeiden, überhaupt erst
in so einem Kreislauf zu landen?
Woher weiß ich, dass meine Interpretation richtig ist? Wie kann ich
wissen, dass ich richtig liege mit dem erlebten? Das kann ich nur, wenn
ich den Anderen frage, wie er es gemeint hat. Erst wenn ich den Anderen
verstehe, habe ich eine konkrete Grundlage für mein Denken, Wünschen und
Handeln. So einfach wäre es: frag nach.
Beispiel: Meine Frau sagt, wir könnten mal wieder zum Italiener essen
gehen. Ich interpretiere das als ihren Wunsch, fühle eine warme, leckere
Pizza in meinem Bauch, wünsche mir das gleich morgen und bestelle einen
Tisch. Klar, dass ich meine Frau überraschen will, also führe ich sie
aus am nächsten Abend und als wir im Restaurant ankommen, sagt meine
Frau, sie habe Fastentag und würde nichts essen. Ihr könnt euch
vorstellen, wie die Stimmung kippen könnte! Aber ich merke, dass ich sie
ja hätte fragen sollen, was genau sie mit ihrer Aussage meinte. Dumm
gelaufen. Mein Fehler.
Spielregeln:
Frag lieber nach, ob du das richtig interpretierst. Habe ich dich richtig verstanden, dass....?
Details:
Siehe Grafik
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Achte auf deine Gedanken, denn sie bestimmen dein Leben. Die Bibel in Sprüche 4,23
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Wir können unsere (falschen) Gedanken gefangen nehmen, sagt die Bibel in 2. Korinther 10,5
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Interessant sind auch Jeremia 29,11 und Jeremia 6,19 wie auch Jesaja 65,2 / Sprüche 16,3 / Psalm 139,23 und 1. Chronik 28,9
Wolfgang Spatz
Wolfgang und Ingelore Spatz sind Familienberater/-referent
UofN, prepare/enrich, TeamF, EBK-Berater, PePP Workshop-Anleiter in
Ausbildung
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