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„Eltern werden finanziell benachteiligt“ |
Kinder als „Armutsrisiko“ zu bezeichnen, klingt irgendwie gefühllos. Wenn es denn nicht den Tatsachen entspräche. Dieser Ansicht jedenfalls ist das „Aktionsbündnis Familie“ und fordert eine eltern- und familiengerechte Gesetzgebung bei den Sozialabgaben. Dabei hat man das Bundesverfassungsgericht bereits auf seiner Seite, nur die Politik gibt sich zögerlich.
„Kinder großziehen ist genauso eine monetäre Leistung wie die Beitragszahlung an sich“. Das hat das Bundesverfassungsgericht bereits vor neun Jahren im sogenannten „Pflegeversicherungsurteil“ festgestellt. Tatsache aber ist, dass sich dieses Urteil bis heute nicht in der Gesetzgebung der Bundesrepublik widerspiegelt. Nach wie vor zahlen Eltern dieselben Sozialbeiträge wie Kinderlose und werden dadurch doppelt belastet, denn für das Großziehen der zukünftigen Generation von Rentenzahlern müssen Eltern bereits überproportional mehr aufwenden, als sie Zuschüsse von der Gesellschaft erhalten. Diesen Umstand hat Christiane Lambrecht, Mitglied der CSU-Familienkommission und Gründerin des Aktionsbündnisses Familie, jüngst in einem Interview mit dem Onlinemagazin FreieWelt.net angemahnt. Damit Kinder nicht weiter als „Armutsrisiko Nr.1“ bezeichnet werden können, fordert das Aktionsbündnis Familie endlich die vom Verfassungsgericht vorgegebene Gleichstellung von Erziehungsleistung und Geldbeiträgen bei den Sozialabgaben. Die familiengerechtere Gestaltung der Sozialabgaben würden - so die Ansicht Lambrechts - Paare viel eher ermutigen, Kinder zu bekommen, als der allseits geforderte Bau von Kindertagesstätten. Das ganze Interview kann hier nachgelesen werden. |