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Wir leben in einer Zeit, in der „Familie“ von der Gesellschaft neu definiert wird: eine Institution, die sich entwickelt. Gab es früher nur die traditionelle, heterosexuelle Familie, wird heute unterschieden zwischen – homosexueller Familie, Patchwork-Familie, Ein- und Zweieltern-Familie, Lebensabschnittsfamilie. Jede Gruppe, in der Kinder aufwachsen, fällt heute unter die Definition Familie. Wir haben das biblische Familienbild verloren. In der Regel sind die Kinder die Leidtragenden. Sie leiden unter der Trennung ihrer Eltern, dem Beziehungskrieg, dem Kampf um das Sorgerecht. Sie wachsen häufig mit nur einem Elternteil und ohne Geschwister auf oder fühlen sich in der Patchworkfamilie wie das 5. Rad am Wagen. Wen wundert es da, wenn sie später keinen Mut haben für Ehe und lebenslange Partnerschaft oder für Kinder? Die Art wie wir leben, bestimmt die Entwicklung unserer Gesellschaft. Wir können nicht dauerhaft an der Wahrheit vorbeileben ohne Schaden zu nehmen. In seinem Buch „Der Segen von Ehe und Familie – interessante Erkenntnisse aus Forschung und Statistik“ kommt Thomas Schirrmacher zu folgendem Schluss: „Es ist nicht nur der Wohlstand oder der höhere Bildungsgrad der Eltern, der Kindern bessere Startbedingungen gibt, sondern auch, wie harmonisch die Beziehung der Eltern ist, wieviel Zeit sie mit ihren Kindern verbringen, wie stabil die Beziehungen auf Dauer sind und vor allem der Familienstand. Wenn die biologischen Eltern verheiratet mit den Kindern zusammen leben, bietet dies nach wie vor die besten Voraussetzungen für die Zukunft der Kinder, gleich, ob es ihr emotionales Wohlbefinden, die schulischen Leistungen oder ihren zukünftigen Verdienst betrifft.“
Die Scheidungswelle in den 80ern führte zu mehreren großen Studien in den USA zum Thema „Was macht eine starke Familie aus?“ Eine dieser säkularen Studien wurde von Dr. Nick Stinnet geleitet. Über einen Zeitraum von 25 Jahren nahmen 18.000 Familien aus 27 Nationen an dieser Studie teil. Sie kamen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und unterschieden sich durch Bildungsstand, Religion und Hautfarbe. Das Ergebnis dieser umfassenden Langzeit-Studie ergab 6 Eigenschaften, die eine starke Familie ausmachen. Alle stimmen mit biblischen Prinzipien überein: 1. Starke Familien halten zusammen (haben ein hohes Maß an Hingabe und Verbindlichkeit aneinander) 2. Starke Familien verbringen bewusst Zeit miteinander 3. Starke Familien kommunizieren gut und effektiv 4. Starke Familien drücken einander Wertschätzung aus 5. Starke Familien leben mit Gott 6. Starke Familien können Konflikte lösen und Krisen bewältigen
Eine starke Familie sein – wer möchte das nicht? Aber es wird uns nicht in den Schoß fallen. Wir sind herausgefordert die Medienlügen zu entlarven und unseren Stand als Familie zu verteidigen. Um Klarheit zu gewinnen, müssen wir uns an den Erfinder von Ehe und Familie wenden. Folgende Schriftstellen sollen uns anregen über Gottes ursprüngliche Absichten für Ehe und Familie nachzudenken:
• 1. Mose 1, 27-28 Gott hat die Menschen nach seinem Ebenbild als Mann und Frau erschaffen hat. Beide sollen zusammenarbeiten, die Erde in Besitz nehmen und darüber regieren. • 3. Mose 18, 3-5 Der Mensch verhält sich falsch - deshalb gibt Gott seine Standards bekannt. • 5. Mose 6, 6-9 und 5. Mose 32, 46 – 47 Gott beauftragt Eltern seine lebensspendenden Worte an ihre Kinder weiterzugeben – als Grundlage für ihr Leben. • Matth. 19, 4-6 Jesus bezieht sich auf das Alte Testament und bestätigt, dass Gott Scheidung hasst. Der Ehemann sowie seine Frau werden ihr Elternhaus verlassen und lebenslang zusammen für Gott leben.
Wie stehen wir zu den Aussagen der Bibel? Stimmen wir ihnen zu? Sind wir davon überzeugt und bemühen uns sie im eigenen Leben umzusetzen? Gegen den Strom der Mehrheitsmeinung zu schwimmen wird uns etwas kosten. Sind wir bereit unserer Ehe/Familie den Stellenwert zu geben, den Gott ihr gibt? Erkennen wir, dass die Familie der Ort ist, an dem sich Gott väterlich und mütterlich offenbaren möchte - der Ort, an dem das Lebensfundament unserer Kinder gebaut wird – der Ort, an dem die Leiter der nächsten Generation geprägt werden? Was ist unsere Vision für unsere Ehe und Familie? Was wollen wir erreichen? Und was sind wir bereit dafür einzusetzen? A. Zeidler-Frész |