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Weshalb wir uns für die Ehe einsetzen

Ein konservatives Ehe-Verständnis wäre uns zu wenig! 

von Christine Schubert

 

Die Schöpfung funktioniert nach einem genialen Design: Die Erbinformation in der Keimzelle, die DNA, enthält das Grundmuster für den gesamten Organismus. Daraus reproduzieren sich nicht nur gleiche, sondern auch eine Vielzahl spezialisierter Zellen. Auch der soziale Bereich, das Zusammenleben der Menschen, geht auf eine "Urzelle" zurück.

 

Zu Hause für die Gesellschaft lernen ...

Mit Adam und Eva schuf Gott den Prototyp für die menschliche Gesellschaft: In der Ehe ist - so wie in der DNA - die gesamte Information für das soziale Leben angelegt, z. B. das Prinzip für Teamarbeit. Statt dem „Kampf der Geschlechter" wird Frieden geschlossen zwischen Mann und Frau. Die Folge dieses Friedens: Die Verschiedenheit wird in Ergänzung fruchtbar.

So entsteht - in verschiedenster Hinsicht - neues Leben. Liebe, Zuneigung und Intimität schaffen ein Klima, in dem das Leben sich entwickeln, entfalten und zum Blühen kommen kann.

Dieses lebensfördernde Klima ist getragen von Verantwortungsbewusstsein. Die Verantwortung der Partner füreinander ist Modell für soziale Verantwortung. Ohne Verantwortung für andere, v. a. für die nächste und die vorherige Generation, ist eine menschliche Gesellschaft nicht überlebensfähig.

Die gesamte Schöpfung trägt den Fingerabdruck des Schöpfers (Römer 1, 20). Mann und Frau jedoch, die er in der Ehe verbunden hat, sind sein Abbild (1 Mose 1,27). Wenn in einer Kultur die Mann-Frau-Beziehung weithin so verzerrt gelebt wird, dass die ursprüngliche Schönheit der Ehe nicht mehr erkennbar ist, kann eine heranwachsende Generation das Urbild (den Schöpfer) nicht erkennen. Dr. Christl Vonholdt hat diese Zusammenhänge sehr schön erläutert in ihrem Artikel „Ehe - die Ikone Gottes in der Welt"*; dabei hat sie den Begriff "Ikone" treffend in seiner Bedeutung "Fenster zum Himmel" verwendet.

* siehe „Ehe- die Ikone Gottes* in der Welt" von Dr. Ch. Vonholdt (download unter HYPERLINK "http://www.ojc.de/2006-salzkorn" www.ojc.de/2006-salzkorn Heft 5/2006 - vgl. http://jmem-familiendienst.de/index.php?option=com_content&task=view&id=57&Itemid=54).

 

Ein unbiblisches Klischee: „Die Frau gehört an den Herd!"

Wenn wir uns für die Ehe einsetzen, geht es uns nicht um die Verteidigung konservativer Strukturen. Wir wollen nicht um jeden Preis Rollenmuster aus vergangenen Jahrhunderten aufrecht erhalten. Übrigens passt die Frau, die im alttestamentlichen Sprüchebuch beschrieben wird (Spr 31) nicht in das Klischee: „Die Frau gehört an den Herd!" Das ist nicht unsere Motivation, wenn wir als Christen für die Ehe eintreten. 

Wir sind für die Ehe, weil wir nicht auf diese geniale Idee des Schöpfers verzichten können. Unsere Gesellschaft hat ohne diese göttliche Institution keine Zukunft. Wir teilen Gottes Leidenschaft für die Ehe, weil die nächste(n) Generation(en) die Chance haben sollen, das Urbild (Gott) zu entdecken.

 

Junge Menschen wollen sehen: Wie kann das aussehen?

Die Sehnsucht nach dem anderen Geschlecht ist bekanntlich eine starke Dynamik, die das Leben des Menschen prägt. Umfragen zufolge wollen junge Menschen sich langfristig binden oder sogar heiraten. Sie brauchen eine Vision, wie solch eine Beziehung aussehen kann und das "Handwerkszeug", sie tagtäglich zu leben.

In der praktischen Seminararbeit mit den PePP-Workshops haben wir die folgende Erfahrung gemacht: Aus dem genannten Grund ist es z. B. bedeutsam, dass wir als Referenten-Ehepaar grundsätzlich zu zweit auftreten, wenn wir einen Workshop anleiten. Die Menschen sollen erleben und intuitiv aufnehmen können, wie verschiedene Begabungen sich ergänzen statt zu konkurrieren.**

** In diesem Zusammenhang können die PePP-Workshops, der Ehe-Kurs und andere Programme eine wichtige Aufgabe erfüllen: Sie bieten den Paaren einen sicheren Rahmen, in dem sie über ihre intimste Beziehung miteinander sprechen und Input bekommen können, ohne dass von außen in unangemessener Weise Einfluss auf diese Beziehung genommen wird. (s. www. beziehungsbereicherung-mit-pepp.de)

Gottes geniale Idee ist es wert, dass wir uns leidenschaftlich dafür einsetzen. Dazu gibt es vielfältige Möglichkeiten; hier nur zwei Beispiele:

- Christen aus unterschiedlichen Gemeinschaften, die sich in der Ehe-Arbeit engagieren, haben beschlossen, jeden Montagmittag für die Ehen in unserer Gesellschaft zu beten. Daraus könnte z. B. eine Gebetsbewegung wachsen, wenn viele sich anschließen.

- Auch die Marriage-Week im Februar 2009 ist eine einzigartige Gelegenheit, wie wir kreativ werden und "tausend Wege finden" können, die Attraktivität der Ehe zu feiern, zu demonstrieren und zu bestätigen.

Ehe ist ein Thema voller Leidenschaft - auch für den Schöpfer. Er hat das Copyright. Deshalb setzen auch wir uns leidenschaftlich dafür ein.

 

 
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