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In der Marriage-Week lohnt es sich, verheiratet zu sein...
Geschrieben von Rolf-Dieter Braun   

Originelle Rabatte und Gratisangebote von Schleswig-Holstein bis Bayern

Nicht nur in Großstädten findet die Marriage Week Anklang. Je nach Engagement der örtlichen Initiativgruppen lässt sich auch in kleineren Orten die Idee dieser bundesweite Themenwoche realisieren, wie die unten angeführten Beispiele zeigen. Geschäfte und Unternehmen nutzen diese "Woche der Ehepaare" als Plattform für unterschiedlichste Angebote rund um das Thema Ehe: vom "Candle-Light-Dinner" über Programmkino und Vorträge bis zum Tanzcafé. 

Die Marriage Week möchte dabei auch die Frage nach gelingenden Ehebeziehungen zum Thema machen und die kreative Entwicklung neuer Aktions- und Veranstaltungsideen anregen und fördern. Getragen wird diese Initiative von Marriage Week Deutschland e.V., einem Zusammenschluss von Privatpersonen, Organisationen und Unternehmen aus den Bereichen Kultur, Politik, Kirche und Wirtschaft.
 
 
Sachsen: Hainichen
 
Im Amtsblatt der sächsischen Kleinstadt Hainichen (ca. 9.000 Einwohner) findet man einen motivierenden Artikel mit der Überschrift: "Zur Marriage Week gibt es 2010 in Hainichen wieder zahlreiche Aktivitäten". So ist von einem Candle-Light-Dinner im Ratskeller die Rede und von Vergünstigungen für Ehepaare, die in der Marriage Week das Gellert-Museum besuchen. Das beigefügte Foto, das u. a. den Hainicher Bürgermeister zeigt, wird folgendemaßen kommentiert: "Zur Vorbereitung und Koordination der einzelnen Aktivitäten trafen sich am 18.12.2009 im Zimmer des Bürgermeisters Vertreter der Stadtverwaltung (Standesbeamte) und von JMEM Hainichen." Gemeinsam haben Standesbeamtinnen und Bürgermeister die Ehepaare aus Hainichen, die seit 25, 50, 55, 60 Jahren oder länger verheiratet sind, zu einer Veranstaltung im Rathaussaal eingeladen.
 
Doch dabei soll es nicht bleiben; der Amtsblatt-Artikel fordert auf: “Auch die Initiative von Hainichener Geschäften und Unternehmen ist gefragt. Wie wäre es, in der betreffenden Woche Ehepaare spezielle Vergünstigungen zu gewähren? Der Phantasie der Betriebe sind hier keine Grenzen gesetzt. Wer mitmachen will, wird kostenlos in einer entsprechenden Broschüre aufgeführt ..."
 
 
Schleswig-Holstein: Eutin  
 
In Eutin (Schleswig-Holstein; ca. 17.000 Einwohner) haben die Geschäfte ihre Phantasie erfolgreich eingesetzt. Auf der städtischen Website www.eutin.de, auf der die Marriage Week 2010 vorgestellt wird, kann man lesen: "Zumindest vom 7.-14. Februar lohnt es sich einmal wieder, verheiratet zu sein: Ob originelle Rabattangebote oder kostenlose Proben, ... ob Kerzenziehen, Tanzkurs oder Kinobesuch zu zweit, ob romantisches Candlelight-Dinner, Weinprobe in gemütlichem Ambiente oder Besuch eines Gottesdienstes rund ums Thema – verbriefte Paare genießen im Rahmen der internationalen „Marriage Week“ besondere Vorteile. Und viele wissen oder werden merken: Nicht nur dann und nicht nur materiell …" Und wer über den dort genannten Link die Veranstaltungsübersicht des Trägervereins Marriage Week Deutschland e. V. aufruft, findet unter "23701 Eutin" eine ganze Reihe von Angeboten, die Ehepaare zu vergünstigen Preisen oder gratis in Anspruch nehmen können. Hier eine Auswahl:
- Eine Goldschmiede verlost während der Marriage Week einen Kurs, bei dem man "unter fachlicher Anleitung den eigenen Ehering schmieden" kann.
- Die Einladung zum "Kerzenziehen für Ehepaare" richtet sich "an alle Ehepaare, die einen Moment abschalten und etwas zusammen unternehmen möchten."
- Ein Brillengeschäft bietet Ehepaaren an: "Beim Kauf einer Brille erhalten Sie bei uns 1% Rabatt pro Ehejahr auf den Neupreis (Nachweis durch Heiratsurkunde erforderlich)."
- In einer Buchhandlung werden während der Marriage Week besonders "Bücher rund ums Thema Ehe & Beziehungen" angeboten.
- Ein Eutiner Tanzhaus lädt ein: "Ganz egal ob Sie ein paar Tanzschritte auffrischen wollen, oder überhaupt zum ersten Mal auf der Tanzfläche stehen: An diesem Sonntagnachmittag bietet das Team ... einen Refresh-Kurs für Ehepaare an."
- Bei einem Uhrengeschäft können Ehepaare während der Marriage Week "kostenlos ihre Trauringe aufarbeiten bzw. polieren lassen".
- Ein Photostudio bietet Ehepaaren während der Marriage Week "eine Aufnahme und ein Photo 15x20 kostenlos" an.
- In einem Café bekommen Ehepaare Ermäßigung, wenn sie ein "Schlemmerfrühstück für zwei" bestellen.
- Ein Optikgeschäft  gewährt Ehepaaren während der Marriage Week "beim Kauf von 2 Korrektionsbrillen die Günstigere zu 50%".
- Ein Hotel in Eutin will einen "Hauch von Flitterwochen" verbreiten und bietet das "Allroundprogramm zum neu verlieben" an. Dazu gehört: "Auf ihrem Zimmer erwarten sie frische Blumen, Sekt oder Wein, ein Obstkorb, Kerzen und Massageöle. Am Morgen werden sie mit einem liebevoll hergerichteten Langschläferfrühstück verwöhnt. Gegen eine kleine Spende können sie das Angebot einer professionellen Rückenmassage zum Entspannen nutzen."
 
 
Bayern: Landsberg am Lech
 
In Landsberg am Lech (Bayern; ca. 28.000 Einwohner) steht schon seit einiger Zeit das Grußwort des Oberbürgermeisters zur Marriage Week 2010 auf der Website der dortigen Initiative, in dem es heißt: " […] ... Die Statistik spricht  […] eine traurige Sprache. Da macht es Sinn, ein Paar zu stärken und zu respektieren, das sich Treue und Zusammenhalt verspricht – in guten, wie in schlechten Tagen. Gönnen Sie sich die Marriage Week! Gehen Sie zu zweit ins Kino, zum Tanzen, ins Restaurant, zu einem Vortrag […] Es ist toll, dass Sie zusammen sind! Feiern Sie Ihre Ehe nicht nur am Hochzeitstag!"
 
Im "Bürgerbrief", der von der Stadt Landsberg am Lech herausgegeben wird und monatlich über Neuigkeiten in der Stadt informiert, konnte man lesen: "In Deutschland wächst mit dem zunehmenden Bekanntheitsgrad auch die Zahl von Befürwortern des Projekts; dazu zählt u. a. der evangelische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München)." Der Landsberger OB Ingo Lehmann wird in diesem Bürgerbrief vom 28. Januar 2010 (Februar-Ausgabe) mit folgenden Worten zitiert: "Diese bundesweite Aktion mit vielen bunten Programmpunkten auch in unserer Stadt setzt ein positives Signal für Nachhaltigkeit und Beständigkeit – finde ich. Gerne übernehme ich daher die Schirmherrschaft und empfehle diese Veranstaltung Ihrem Interesse."
 
 
Zahl der Marriage-Week-Veranstaltungen angestiegen
 
Etwa 370 Veranstaltungen werden dieses Jahr im Rahmen der „Marriage Week" angeboten. Somit hat sich das Angebot gegenüber der Premiere 2009 erheblich zugenommen. Während der bundesweiten Themen- und Aktionswoche engagieren sich nicht nur Unternehmen aus dem Handel und den Medien, aus der Gastronomie und anderen Bereichen der Wirtschaft, sondern auch Bildungseinrichtungen und Kirchengemeinden, kommunale Einrichtungen, kulturelle Institutionen und Familienverbände beteiligen sich. Vor allem Eheberater und Mitarbeiter von Familieninitiativen unterstützen die Aktion. So schreiben beispielsweise Angela Zeidler-Fresz und Andreas Fresz aus Hainichen (Sachsen), die einen europäischen Familiendienst leiten: "Wir sind überzeugt, dass die Ehe als Form des Zusammenlebens eine Zukunft hat. Nahezu 50 % aller Deutschen sind verheiratet; sie möchten gerne ihren Traum verwirklichen, eine lebenslange, glückliche Beziehung zu leben. Wir möchten unsere Gesellschaft unterstützen, indem wir das Projekt 'Marriage Week' bekannt machen und damit die Ehe in den Mittelpunkt des tägtlichen Lebens stellen."
 
Auch prominente Fürsprecher aus dem Bereich der Kirchen begrüßen die Aktivitäten der Marriage Week; zu ihnen gehören der evangelische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich, Kardinal Sterzinsky, der Erzbischof von Berlin, und Hartmut Steeb, der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz. Der Freiburger Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, schrieb in seinem Grußschreiben: „ […] freut es mich, dass nun bereits zum zweiten Mal […] in unserem Land in ökumenischer Zusammenarbeit die ‚Marriage-Week‘ stattfindet, in der Ehepaare rund um den Valentinstag Impulse erhalten, die ihr Miteinander in Ehe und Familie beleben […] ." Siegbert Lehmpfuhl vom Vorstand der deutschen Initiative Marriage Week e. V. freut sich, dass sich schon beim Start in Deutschland im Februar 2009 viele und sehr unterschiedliche Veranstalter beteiligt haben: „Die Premiere […] hat viele Partner in ein Boot geholt!"
 
Die Idee für die „Marriage Week“ stammt ursprünglich aus Großbritannien und hat dort inzwischen schon Tradition. Der Engländer Richard Kane, der 1996 diese Woche der Ehepaare „erfand“, ist überzeugt: „Eine glückliche Ehe ist nicht wie das Wetter, an dem wir nichts ändern können, sie ist keine schicksalshafte Sache, die uns ‚einfach so passiert‘. Die Impulse der Marriage Week erinnern uns daran, dass wir die Qualität unserer Ehe nicht dem Zufall zu überlassen brauchen; die vielen Angebote erleichtern uns das Engagement für die Ehe. Und davon profitieren nicht nur Ehepaare, sondern letztlich die ganze Gesellschaft.“
 
Informationen und Veranstaltungshinweise unter www.marriage-week.de
 
Rolf-Dieter Braun
 
 
 
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