Leiter des internationalen Familiendiensts unterrichtete im Hainicher JMEM-Zentrum In den Wochen nach Ostern unterrichtete Larry Ballard, der Leiter des internationalen Familiendiensts von Jugend mit einer Mission (JMEM), zusammen mit seiner Frau Violet in der Familiendienst-Schule (FDS). Inzwischen haben die FDS-Studenten bereits die 6. Woche ihres Kurses erreicht und damit etwa die Hälfte der dreimonatigen Unterrichts-Phase absolviert, auf die ein achtwöchiges Einsatz-Praktikum folgt.
Ein Ziel der FDS ist, dass die FDS-Studenten auch möglichst viele bewährte Arbeitsformen, Methoden und Programme kennen lernen, die sich zur Stärkung von Ehen und Familien einsetzen lassen:
- Am 1. Mai konnten sie im Hainicher Jugend- und Familien-Zentrum von JMEM auch einen “Familien-Mutmach-Tag” miterleben und mitgestalten: Mehrere Programm-Elemente wurden von ihnen entwickelt; einige Kursteilnehmer betreuten Stationen des Nachmittags-Programms. - Zuvor hatten die FDS-Studentinnen am Frauenseminar über das Thema “Freiheit erleben” teilgenommen. Bei dieser Veranstaltung am 25. April waren Violet und Larry Ballard die Referenten. Eine weitere Horizonterweiterung für die FDS-Kursteilnehmer war das europäische Familiendienst-Leiter-Forum, das während der FDS in Hainichen stattfand: 15 Länder waren beim diesjährigen “Family Ministry Leader Forum” (FMLF) vertreten. Besonders interessant waren die Berichte, in
- Ein Höhepunkt des Forums: die Gebetszeit für Europa -
denen z. T. sehr kreative Projekte vorgestellt wurden. Die leitenden Familiendienst-Mitarbeiter, die vom 18. bis 22. April 2009 an diesem Forum teilnahmen, waren aus Albanien, Dänemark, Bulgarien, Norwegen, Deutschland, Weißrussland, Frankreich, Tschechien, England, Rumänien, der Schweiz, der Slowakei, den Niederlanden, der Ukraine und den USA nach Sachsen gekommen (s. Bericht über das FMLF). Der Unterricht von Larry und Violet Ballard Die Themen ihres Unterrichts reichten von sehr grundsätzlichen Gedanken (z. B. über die wichtige Funktion der Familien in unserer Gesellschaft und über die Reflexion der göttlichen Trinität in der Familie) bis hin zu speziellen Seelsorge-Aspekten (z. B. Ratschläge für Menschen, deren Ehen gescheitert sind). Auch wertvolle Erfahrungen aus der eigenen Ehe und aus der langjährigen Tätigkeit in der Leitung des JMEM-Familiendiensts sind in den Unterricht eingeflossen - immerhin sind Violet und Larry Ballard seit 1985 Mitarbeiter des JMEM-Familiendiensts.  - Violet und Larry Ballard - Larry Ballard überraschte die Studenten mit der Behauptung: “Jede Ehe ist eine interkulturelle Ehe.” Dahinter steht die Beobachtung, dass letztlich unsere jeweilige Herkunftsfamilie weitgehend unsere Werte und Gewohnheiten, die Erwartungen und auch das Verständnis von Familie bestimmt: “Durch die Erfahrungen in der Ursprungsfamilie wurde definiert, was uns normal und erstrebenswert erscheint - auch wenn es sich u. U. um eine dysfunktionale Familie gehandelt hat.” Deshalb sollte man sich klar machen, dass es in jeder Ehe solche Unterschiede gibt, die aus der Prägung durch eine eigene “Familienkultur” der Ursprungsfamilie resultieren und eine enorme Rolle spielen können. Nach seinen Erfahrungen haben sich diese Überlegungen in der Ehevorbereitung und Eheberatung bewährt: “Deshalb sollte jedes Paar sich fragen: Wie wurden wir - mein Partner und ich - jeweils geprägt? Sind durch diese Unterschiede Irritationen oder Verletzungen entstanden? Welche Art von Familie habe ich jetzt? Was für eine Familie möchte ich eigentlich haben?” Larry Ballard hat den FDS-Studenten auch aus der dynamischen und lehrreichen Geschichte des JMEM-Familiendiensts erzählt: - Die Gründung des JMEM-Familiendiensts geht auf den neuseeländischen Pfarrer Don Kirkby zurück, der 1984 die erste Familiendienst-Schule in Kona (Hawaii) leitete. - Durch sein Engagement setzte er auch in Europa entscheidende Akzente (z. B. im Hurlacher JMEM-Zentrum und bei den Familiencamps in Norwegen, Deutschland und der Schweiz). - Seine Impulse führten u. a. auch zur späteren Gründung der Familieninitiative Team.F in Deutschland und zur Veröffentlichung seines Familiendienst-Handbuchs. - Bald nach dem Tod von Don Kirkby (1985) wurde die Leitung der JMEM-Familiendienst-Schulen Larry Ballard übertragen. Der internationale JMEM-Familiendienst ist inzwischen ein Netzwerk, das in über 30 Ländern aktiv ist. So konnte Larry Ballard den FDS-Studenten von Projekten auf verschiedenen Kontinenten berichten und ihnen damit eine weite Perspektive geben. Eine E-Mail aus Wisconsin: Rückblick auf die Zeit in Hainichen Nach ihrer Rückreise in die USA beschrieben Larry und Violet Ballard in einem E-Mail-Rundbrief u. a. auch die wichtigsten Eindrücke aus ihrer Zeit im Hainicher Jugend- und Familien-Zentrum von JMEM: “Gott hat unsere Zeit in der FDS besonders stark gesegnet: Mit großer Freude haben wir erlebt, dass Gott während unserem Unterricht und in den Zeiten, in denen wir anderen gedient haben, Menschen berührt hat. Nach dem Vormittags-Unterricht trafen wir uns mit einzelnen Ehepaaren - und auch bei diesen Gesprächen am Nachmittag haben wir erlebt, dass Gott gehandelt hat. Wir waren vor allem darüber erstaunt, wie Gott gewirkt hat, obwohl wir für jedes Paar nur relativ wenig Zeit zur Verfügung hatten.” 
- Unterricht in der Familiendienst-Schule (FDS) im Hainicher Jugend- und Familien-Zentrum von JMEM -
Die internationale Familiendienst-Schule hat am 29. März 2009 im Hainicher Jugend- und Familien-Zentrum von Jugend mit einer Mission (JMEM) begonnen. Die FDS-Ausbildung zum Familienberater, die im Rahmen der JMEM-Hochschule University of the Nations (UofN) angeboten wird, besteht aus einem dreimonatigen Intensivkurs, an den sich ein achtwöchiges Praktikum anschließt. Die 19 Teilnehmer, die aus Deutschland, Bulgarien, England, Madagaskar, den Niederlanden, der Schweiz und von den Philippinen kommen, werden bis zum 19. Juni in Hainichen sein. - Weitere Informationen über dieses Pionier-Projekt sind auf der FDS-Info-Seite zu finden. Kontakt: JMEM Familiendienst Berthelsdorfer Str. 7 09661 Hainichen
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