Begrüßung der FDS-Teilnehmer durch den Hainicher Bürgermeister Am 29. März 2009 hat im Hainicher Jugend- und-Familien-Zentrum von Jugend mit einer Mission (JMEM) ein internationaler Kurs begonnen: Die 18 Teilnehmer der “Familiendienst-Schule” (FDS) kommen aus Deutschland, Bulgarien, England, den Niederlanden, der Schweiz und von den Philippinen. Diese Ausbildung zum Familienberater besteht aus einem dreimonatigen Intensivkurs, an den sich noch ein achtwöchiges Praktikum anschließt. Zum Abschluss der ersten FDS-Woche empfingen der Hainicher Bürgermeister Dieter Greysinger und Stadtrat Thomas Kühn am 4.4.2009 die Kursteilnehmer und FDS-Mitarbeiter im Hainicher Rathaussaal und informierten über die “Gellert-Stadt”.
Bei der gemeinsamen Besteigung des Rathausturms konnte man aufgrund des herrlichen Wetters eine ganz besonders gute Sicht auf Hainichen und seine Umgebung genießen. Auch die Presse nahm diesen Termin wahr und befragte Kursteilnehmer aus Bulgarien, den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland (vgl. Artikel der Freien Presse vom 6.4.2009; S. 16). Im Anschluss daran führte Stadtrat Kühn, der im historischen Gewand als Bergrat Chr. E. Gellert auftrat, die international zusammengesetzte Gruppe durch die Stadt. 
Der Hainicher Stadtrat Thomas Kühn informierte die FDS-Kursteilnehmer und -Mitarbeiter im Hainicher Rathaussaal über die Geschichte der “Gellert-Stadt”. Aus der Perspektive des bedeutenden Mineralogen erläuterte er dabei die Geschichte der Stadt und die Bedeutung seines “Bruders”, des Dichters Christian Fürchtegott Gellert, und anderer Hainicher Berühmtheiten. Ein FDS-Kursteilnehmer meinte: “Das ist schon etwas Besonderes, wenn leitende Persönlichkeiten der Stadt sich anlässlich einer Familiendienst-Schule für die Begrüßung Zeit nehmen und so zum Ausdruck bringen, dass auch sie sich für Ehe und Familie einsetzen wollen!”
In der ersten Woche der Familiendienst-Schule stand u. a. eine Unterrichtseinheit über Persönlichkeitsprofile und den konstruktiven Umgang mit Konflikten auf dem Plan. Hinzu kamen in dieser Woche die Team-Erlebnisse im Seilgarten des Jugend- und-Familien-Zentrums: Auch sie haben nach Aussagen der Teilnehmer einiges vom Persönlichkeitsprofil der jeweiligen Team-Mitglieder sichtbar gemacht und damit den Unterricht anschaulich unterstützt.
Stephan Schmid, der Leiter des Kurses, ist mit dem Beginn der FDS zufrieden: “Nun schauen wir schon auf die erste Woche zurück. Der Unterricht von Andreas und Angela Frész über Konflikt-Bewältigung war der erste Höhepunkt des Kurses.” In den kommenden 11 Wochen werden u. a. entwicklungspsychologische und pädagogische Themen behandelt. Daneben sollen aber auch Praxis-Konzepte, die sich in der Familienberatung bewährt haben, vorgestellt werden - z. B. das “Partner- und Beziehungstraining mit präventiven Prinzipien” (das “PEPP-Konzept”). Außerdem werden die Kursteilnehmer bei speziellen Projekten des Jugend- und-Familien-Zentrums mitarbeiten: Am 1. Mai werden sie miterleben, was ein “FAMILIEN-MUTMACH-TAG” ist; darüber hinaus sind sie als Helfer in der Vorbereitung und Durchführung des “Ehe-Kurses” (7 Abende in der Zeit vom 14.4. bis 9.6.2009) vorgesehen.
Über den Hintergrund des Projekts, das seit dem 29. März läuft, sagt Angela Zeidler-Frész: “Viele Leute fragen sich: Können wir etwas dagegen tun, dass so viele Ehen zerbrechen, dass Eltern verunsichert sind und ihre Verantwortung abgeben, dass Kinder ohne emotionale Stabilität und Sicherheit aufwachsen? Wir Mitarbeiter im JMEM-Familiendienst sind überzeugt, dass man durchaus etwas dagegen tun kann. Wir haben es erlebt, dass christliche Werte in Verbindung mit praktischer Anleitung tatsächlich gute Lösungen für solche Probleme bieten.” Nach ihrer Erfahrung hat dieses Konzept deshalb gute Chancen, weil es von realistischen Voraussetzungen ausgeht: “Unser Ansatzpunkt ist dabei die Tatsache, dass die meisten Familien den Wunsch haben, eine starke Familie zu sein; vielen fehlt jedoch die Orientierung. Mit einigen Schlüsselkenntnissen kann sich der Familienalltag positiv verändern.”
Das Besondere an diesem Kurs ist, dass die teilnehmenden Familie als Teams betrachtet werden. Die FDS-Mitarbeiter beschreiben diesen Aspekt des Kurskonzepts folgendermaßen: “Da das praktische Leben im Alltag unsere wichtigste Botschaft ist, empfiehlt die FDS, dass die ganze Familie einen gemeinsamen Weg geht und gemeinsam zur Familiendienst-Schule kommt. Und dann wollen wir als Familien, die gemeinsam im Dienst stehen, Strategien entwickeln, wie wir Gottes Prinzipien in unseren eigenen Familien umsetzen und sie dann auch anderen vermitteln.” Dabei erweist sich das Hainicher Jugend- und-Familien-Zentrum von JMEM (www.jmem-hc.de) als besonders geeigneter Veranstaltungsort für die FDS, weil es mit seinen vielen Angeboten rund um das Thema “Familie” ideale Voraussetzungen bietet.
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