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"Vor einem Jahr legte das Institut für Familienpolitik (IPF) dem Europäischen Parlament seinen ersten Bericht über die Entwicklung der Familie in Europa vor. Zwischenzeitlich sind zwei neue Länder der EU beigetreten und sowohl die Indikatoren als auch die familienpolitischen Maßnahmen haben sich verändert. Aus diesem Grund wird nun hiermit dieser neue aktualisierte Bericht über die "Entwicklung der Familie in Europa 2007" vorgelegt, der von einem multidisiziplinären Team von Familienexperten erarbeitet wurde und ausgehend von den Daten verschiedener internationaler Organisationen die relevantesten Indikatoren im Zusammenhang mit der Familie darlegt und analysiert.

Als Ergebnis dieser Analyse schlägt das Institut für Familienpolitik (IPF) eine Reihe sozialer, wirtschaftlicher, kultureller Maßnahmen, usw. vor, die es als unerlässlich ansieht, um in die Politik der europäischen Länder allmählich eine echte "Familienperspektive" einzuführen.

Die sozialen, wirtschaftlichen und demographischen Schwierigkeiten der letzten Jahrzehnte haben erneut zur Erkenntnis geführt, dass die Familie ein unschätzbares Potenzial darstellt, um die dramatischen Auswirkungen von Problemen wie Arbeitslosigkeit, Krankheit, Drogenabhängigkeit oder Ausgrenzung abzufangen. Die Familie gilt deshalb gegenwärtig als wichtigster Solidaritätskern innerhalb der Gesellschaft. Dabei geht sie allerdings viel weiter über ihre Rolle als rechtliche, soziale und wirtschaftliche Einheit hinaus und ist vor allem eine Liebes- und Solidaritätsgemeinschaft.

Damit die europäischen Familien diese unersetzliche Funktion weiterhin ausübern können, ist es unerlässlich, dass die verschiedenen Organe, Institutionen und sozialen Organisationen sie unterstützen und die verschiedenen Mitlgliedsländer als Konzept der Familie in ihre Wirtschafts- und Sozialpolitik einbeziehen, wie es der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss empfiehlt."

Lola Velarde
Vorsitzende des Europäischen Netzwerks
Institut für Familienpolitik (IPF)
Mai 2007

Bericht herunterladen: http://www.ipfe.org/Berit_Entwicklung_familie_europa_2007.pdf

 
Aktuelles aus Politik & Forschung

Dienstag, 20. Mai 2008  
Nach einer Informationsreise des Landtagsbildungsausschusses nach Finnland sehen die CDU-Politiker Michael Panse und Volker Emde die Thüringer Familien- und Bildungspolitik auf dem richtigen Weg. Am Beispiel Finnland zeige sich, dass Wahlfreiheit und Anerkennung häuslicher Betreuung und Erziehung und die Vielfalt und Eigenverantwortung von Schulen die Schlüssel zum Erfolg sind.

Den Eltern wird in Finnland nach den Worten Panses Vertrauen entgegengebracht, statt ihnen, wie bei Thüringens Oppositionsfraktionen verbreitet, Fürsorglichkeit und Kompetenz abzusprechen. Der CDU-Sozialpolitiker hält es für "bemerkenswert", dass Finnland mit einem ausgebauten Betreuungsgeldsystem und vergleichsweise niedrigen Besuchsquoten in den Kindertagesstätten dennoch immer wieder zu den PISA-Siegern gehört. "An der These, dass nur durch den möglichst frühen Kita-Besuch Bildungs- und Lebenschancen gesichert werden, kann also offensichtlich etwas nicht stimmen", sagte der Landtagsabgeordnete. Die Fakten zum Weg der Kinder durch die Vorschuljahre liegen laut Panse "quer zu den von der LINKEN und der SPD immer wieder propagierten staatsfixierten Vorstellungen."
 
"Belohnung für Eltern"
In den ersten drei Lebensjahren ihrer Kinder erhalten die Eltern ein monatliches Betreuungsgeld von mindestens 294,28 €, das durch Geschwisterboni und am Vorverdienst orientierte Zuschläge noch steigen kann. Ein reduzierter Satz wird bis zur Einschulung mit 7 Jahren gezahlt. "Die Summen entsprechen etwa der kommunalen Fördersumme für einen Kita-Platz und werden nur an Eltern gezahlt, die sich für die häusliche Erziehung entscheiden", erläutert Panse. Im Bildungsministerium sei dies ausdrücklich als "Belohnung für Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen", bezeichnet worden.

Wie der Sozial- und Familienpolitiker sagte, "beeinträchtigt das finnische Modell offensichtlich weder Kinder noch Mütter in ihren Entwicklungschancen. 47 % der Berufstätigen in Finnland sind Frauen. Wohltuend ist, dass Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen und erziehen, vom Staat unterstützt und keineswegs gesellschaftlich diskreditiert werden. Das wünsche ich mir auch für Deutschland. Der wichtigste Satz, den ich in Finnland gehört habe, lautet: Wir vertrauen unseren Eltern einfach."

Mehr Vielfalt und Eigenverantwortung
Mit der Zielstellung, die Eigenverantwortlichkeit der Schulen zu stärken und tendenziell die Rolle der Kommunen in der Bildungspolitik auszubauen, liege Thüringen genau richtig. Das betonte der CDU-Bildungspolitiker Volker Emde im Anschluss an die Informationsreise nach Finnland. Nicht in einer größeren Vereinheitlichung, sondern in mehr Vielfalt und Freiheit liege der Schlüssel erfolgreicher Bildungspolitik.

Der Bildungsausschuss hat sich laut Emde in mehreren Gesprächen vor allem über die Zuständigkeit der Gemeinden für ihre Schulen und die Entwicklung der Unterrichtsqualität informiert. Wie der Bildungspolitiker erläuterte, liegen die jährlichen Ausgaben mit 6000 € je Schüler etwa auf dem Niveau Thüringens. Kennzeichnend für das finnische Bildungssystem sei die große Verantwortung der Gemeinden. Sie stellen das Schulpersonal ein und sind verpflichtet, die knapp gehaltenen Rahmenlehrpläne auszufüllen. Außer einem landesweiten Zentralabitur in vier Fächern gibt es keine weiteren Erfolgskontrollen.

Vertrauen in hoch qualifizierte Lehrer
Das gute Abschneiden Finnlands bei den im Land selbst kaum ernst genommenen PISA-Tests erklären die Gesprächspartner laut Emde mit dem ausgeprägten Vertrauen in die hoch qualifizierten Lehrer und ihre großen Spielräume. So könnten sie etwa Schulbücher völlig frei wählen. Überdies läsen Schüler viel finnische und englische Literatur. Dies sei nach Meinung des Instituts für Unterricht ein weiterer Faktor für erfolgreiche Bildung.

Wie der CDU-Bildungsexperte abschließend sagte, "gehört die These, das finnische Bildungswesen sei mehr oder weniger von der DDR inspiriert, nach diesem Besuch für mich endgültig in das Reich der Legenden. Durch die großen Freiräume vor Ort gibt es hier eine produktive Vielfalt, die selbst jene in unserem zweigliedrigen Schulsystem weit übersteigt. Mit dem engen Korsett der alten zentralistisch gesteuerten Einheitsschule hat dieses Bildungssystem absolut nichts zu tun."

Quelle: CDU Thüringen http://cdu-thueringen.de/Nachricht.144+M5a39c84b41c.0.html (25,5.2008)

 
aktuell

Die Initiative „Kinder in Gefahr" (http://www.aktion-kig.de ) vertritt die Ansicht, die alarmierende Zunahme von Armut könnte nur durch eine Bildungs- und Werteoffensive überwunden werden. In einem Videokommentar vertritt Mathias von Gersdorff, der Leiter von „Kinder in Gefahr", die Ansicht, dass vor allem die falschen pädagogischen Konzepte der 68er-Bewegung überwunden werden müssen.

Der Videokommentar ist zu finden unter: http://kultur-und-medien-online.blogspot.com/2008/05/videokommentar-armutsbericht-der.html

 

 
Aktuelles aus Politik & Forschung

Hartmut Steeb: „Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zum überfälligen Diskurs über die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft!“

Das neue Buch von Eva Herman „Das Überlebensprinzip“ rege den überfälligen Diskurs über die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft an, sagte der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, bei der heutigen Präsentation des im Hänssler-Verlag erschienen Buches in Stuttgart. Eva Herman habe schon mit ihren bisherigen Büchern einen Ruf in die Zeit getan, „der offensichtlich einen Nerv – vielleicht müsste man sagen, einen ganzen gesellschaftlichen Nervenstrang – getroffen“ habe. Nun rücke sie konsequenter Weise die Frage nach Muttersein und Kindeswohl erneut in den Mittelpunkt der familienpolitischen Diskussion, die mit ihrem Schlagwort der „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, bisher weder überzeugende noch  erfolgreiche Konzepte vorgelegt habe. Noch immer blieben vielmehr die  Geburtenzahlen weit hinter den Notwendigkeiten zurück. Noch schlimmer sei aber, dass dieses Motto zugleich auch eine Abwertung von Familie bedeute, „weil die Arbeit in der Familie offenbar nicht als Beruf angesehen und weder ideell noch materiell ausreichend gewürdigt“ werde. Die Botschaft des sehr persönlich gehaltenen Buches von Eva Herman sei dagegen klar, dass nämlich Kinder und Familie in Deutschland einen anderen Stellenwert bekommen müssten. Dazu gehört auch, dass Frauen, die sich hauptberuflich um ihre Familie kümmern, dafür Anerkennung und Unterstützung erhalten. 

Das Buch enthält Gesprächsaufzeichnungen zwischen dem Publizisten und Verleger Friedrich Hänssler und Eva Herman, in dem sie ihre Erfahrungen und Erkenntnisse der letzten Jahre, auch mit sehr persönlichen Aussagen, preisgibt. Dabei erfährt der Leser auch, wie es zu den einschneidenden Veränderungen in der Sichtweise von Eva Herman kam.

Quelle: Website der Evangelischen Allianz bzw. Nachricht vom 5.5.2008

Eva Herman über die Veränderungen in ihrem Denken
 Der Beitrag von Eva Herman beim katholischen Kongress "Treffpunkt Weltkirche" in Augsburg, in dem sie u. a. über die Veränderungen in ihren Ansichten berichtet, ist als Audio-Dokumentation auf Kathtube zugänglich: http://www.kathtube.com/audio/3158/eva-herman-beim-treffpunkt-weltkirche-2008.

 
Ratgeber

Wie aus Jungen Männer werden

Von Fraser Haug

Fraser Haug

Fraser Haug

Verärgert kommt der Junge vom Kindergottesdienst nach Hause und erklärt dem erstaunten Vater, dass er wegen einem Lied so sauer ist: „Da heißt es doch glatt: ‚Ich möchte ein Sonnenstrahl für Jesus sein’.“ Auf die Rückfrage, was an diesem Text denn so entsetzlich sei, meint der Sohn: „Ich will aber kein Sonnenstrahl werden. Ich will doch Fernfahrer werden!“

 

Tun und Sein

Die meisten von uns Männer können sich wohl in diesen Jungen hineinversetzen: Sein Problem, diesen starken Gegensatz von „Sonnenstrahl“ und „Fernfahrer“, können wir gut verstehen. Aber das ist noch gar nicht das Entscheidende. Der eigentliche Knackpunkt ist das ungeklärte Verhältnis zwischen dem, was wir tun und dem, wer wir sind; es geht also um den Gegensatz von Tun und Sein.

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